KIRCHANSCHÖRINGS CLEVERNESS SIEGT

2:0 – Auswärtserfolg beim TSV Siegsdorf im Stile einer Spitzenmannschaft.

Auch im letzten Heimspiel der Saison musste die junge Truppe um Coach Hans „Joge“ Geiger erneut eine Niederlage verbuchen und bleibt somit im Jahr 2010 ohne Heimdreier. Die zweite Mannschaft des Bezirksoberligisten SV Kirchanschöring hingegen hält den Abstand zum ärgsten Verfolger BSC Surheim konstant und bleibt damit weiter im Aufstiegsrennen.

Die Partie begann etwas schleppend, Großchancen blieben zu Beginn eher Mangelware. In der 10.Minute leitete Maxi Wurm einen schnellen Konter über die linke Seite in den Lauf von Jovan Cosic ein , der nicht lange fackelte, aber aus 15m doch knapp verzog. Es dauerte dann bis zur 26.Minute, ehe es wieder etwas gefährlicher wurde, ein Zufallsprodukt in der Siegsdorfer Hintermannschaft landete vor den Füßen von Simon Singhammer, der aber aus 13m ebenso verzog.

Die Heimelf hatte nun aber wieder mehr vom Spiel, Cosic scheiterte in der 35.Minute im 16er an der Fußabwehr von Gästekeeper Georg Bobenstetter. Bereits 60 Sekunden später schickte „Kussi“ Mayer Rupi Knerr in die Gasse, der mit in dieser Situation wohl schlechtesten Variante – einem Lupfer aus 10m – wieder an Bobenstetter hängenblieb. 

Zu Beginn des zweiten Durchgangs regierte mehr Krampf als Kampf, doch in der 55.Minute hätte erneut „Jochen“ Cosic sein Team in Führung bringen müssen, als er einen Traumpass von Thomas Scheck aus kurzer Distanz erneut nicht im Gehäuse unterbringen konnte. Drei Minuten später kam es wie es kommen musste, die vergebenen Chancen des TSV wurden vom SVK eiskalt gerächt. Nach einer eigentlich bereits geklärten Abwehrsituation brachte Steinmassl das Leder zurück in den Strafraum, wo „Oldie but Goldie“ Stefan Dürnberger noch eben so per Fuß volley ins lange Eck spitzelte – 0:1. 

Die Gäste um Spielertrainer Seppi Aschauer blieben auch in der Folgezeit die abgezocktere Elf, betrieben über die gesamte Spielzeit wenig Aufwand, wirkten aber in ihren wenigen Aktionen stets cleverer und auch technisch versierter. In der 64.Minute hätte Benedikt Berger bereits für die Vorentscheidung sorgen können als er allein von Torhüter Tobi Eisenbichler an diesem scheiterte. 

Der ansonsten sicher leitende junge Schiedsrichter Benedikt Seubert sorgte dann für eine etwas verwirrende Situation. Der kurz zuvor eingewechselte Thomas Waldherr verwandelte eine Scheck – Flanke ins Netz, doch nachdem der Unparteiische zunächst pfiff und auf den Anstoßkreis deutete, jubelten die Siegsdorfer Spieler und Anhänger bereits über den Ausgleich, doch kurze Zeit später entschied er auf Abseits und gab den Treffer doch nicht (74.). 

Nachdem Maxi Wurm kurz vor Schluss dann auch noch mit der Ampelkarte vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, war die Luft für die Geiger – Elf raus. Die Gäste besiegelten in der 89.Minute nach einem schön vorgetragenen Konter den 0:2 – Endstand, der eingewechselte David Sowa musste nach einem Singhammer – Lupfer das Spielgerät aus 2m nur noch über die Linie bugsieren.