Spitzenreiter läßt beim klaren 5:0-Auswärtssieg nichts anbrennen
Was für ein harter Nachmittag für den TSV Siegsdorf: Gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter VfB Forstinning setzte es eine deutliche 0:5-Heimniederlage. Trotz großer Moral und Einsatzbereitschaft war gegen die spielerische Klasse der Gäste an diesem Tag nichts zu holen.
Von der ersten Minute an war klar, wer hier das Kommando übernimmt. Forstinning trat auf wie ein echter Titelanwärter – selbstbewusst, zielstrebig und mit beeindruckender Qualität. Und dann ging alles ganz schnell: In der 13. Minute zappelte der Ball erstmals im Netz, als Dzemo Sefidanoski einen Freistoß traumhaft ins Kreuzeck zirkelte. Ein Wirkungstreffer – und leider nur der Anfang.
Was danach folgte, war ein echter Nackenschlag für Siegsdorf: Innerhalb weniger Minuten erhöhten die Gäste durch Ajlan Arifovic (18.) und Daniele Ciarlesi (19.) auf 0:3. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt praktisch entschieden, auch wenn die Heimelf alles versuchte, dagegenzuhalten.
Doch Forstinning ließ nicht locker. Mit Spielfreude, Tempo und gnadenloser Effizienz spielten sie sich immer wieder gefährlich vor das Siegsdorfer Tor. Während Maxi Reiter auf der anderen Seite mit viel Einsatz nur den Pfosten traf, schlug Forstinning eiskalt zurück – Ciarlesi stellte auf 0:4 (32.). Spätestens jetzt war die Luft raus. Kurz vor der Pause dann noch das 0:5 durch Nico Weismor (38.) – ein bitterer Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gäste etwas Tempo heraus, wodurch Siegsdorf besser ins Spiel fand. Dennoch blieb Forstinning gefährlich: In der 61. Minute parierte TSV-Keeper Fabian Geiger einen Flachschuss von Sefidanoski aus 20 Metern glänzend. Die beste Möglichkeit für die Hausherren hatte Josef Wittmann, dessen Kopfball in der 65. Minute knapp am Tor vorbeiging.
In der Schlussphase sorgten zahlreiche Wechsel auf beiden Seiten für weniger Spielfluss. Ciarlesi verpasste mit einem Drehschuss knapp (77.), während Siegsdorf in der 84. Minute noch einmal gefährlich wurde: Nach energischem Einsatz auf der linken Seite brachte Furch den Ball scharf in die Mitte, doch Paul Wittmann scheiterte am Gegenspieler und an der Torlinie.
Am Ende stand ein hochverdienter und ungefährdeter Auswärtssieg für den Tabellenführer – aber auch eine zweite Halbzeit, die gezeigt hat: Siegsdorf lebt, kämpft und gibt sich nicht auf.
Jetzt heißt es: Blick nach vorne. In den kommenden Spielen zählt es – dort müssen die Punkte im Abstiegskampf geholt werden. Mit dieser Einstellung und dem gezeigten Kampfgeist ist im engen Abstiegskampf noch alles drin.