Fulminantes 2:2 zwischen Siegsdorf und Töging
Was für ein Spiel, was für ein Finish: In einem hochspannenden Abstiegsduell trennten sich der TSV Siegsdorf und der FC Töging mit 2:2 – ein Ergebnis, mit dem am Ende keiner so recht zufrieden sein konnte.
Bei fast sommerlichen Temperaturen in der Hobmaier-Arena war beiden Teams von Beginn an die Nervosität anzumerken. Die Bedeutung der Partie lag spürbar in der Luft. Nach rund 15 Minuten übernahmen die Gäste aus Töging zunehmend die Kontrolle – und hatten gleich eine riesige Dreifachchance: Nach einem Flankenball in den Rückraum kam Ighagbon zum Abschluss, doch Siegsdorfs Keeper Fabian König zeigte eine überragende Leistung. Erst parierte er per Fuß, dann fischte er den Nachschuss spektakulär aus dem Kreuzeck, ehe er auch den dritten Versuch erneut abwehren konnte – eine Szene, die das Spiel zunächst offen hielt.
In der 21. Minute verfehlte Romuald Lacazette per Freistoß knapp das Ziel, ehe sich auch Siegsdorf langsam aus der Umklammerung löste. Die große Chance zur Führung bot sich Adrian Furch in der 27. Minute: Nach starker Vorarbeit seines Bruders Fabian kam er frei vor dem Tor zum Abschluss, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Gästetorhüter Sennefelder.
Die Partie blieb intensiv – und erneut war es König, der seine Farben im Spiel hielt, als er in der 31. Minute gegen Ighagbon stark parierte. Kurz vor der Pause war es dann aber doch passiert: Erich Kirchgeßner setzte sich auf der linken Seite durch und legte quer auf Lacazette, der aus kurzer Distanz zum verdienten 0:1 einschob (40.).
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Siegsdorf deutlich aktiver. Adrian Furch setzte mit einer starken Einzelaktion ein erstes Ausrufezeichen, doch erneut war der Gästekeeper zur Stelle (53.). Wenige Minuten später folgte jedoch der nächste Rückschlag: Kirchgeßner traf nach einem langen Ball aus spitzem Winkel sehenswert zum 0:2 (58.) – ein echter Wirkungstreffer.
Doch die Heimelf gab sich nicht auf. Mit zunehmender Spielzeit entwickelte Siegsdorf mehr Druck und agierte nun mit spürbarem Willen. Adrian Furch scheiterte noch aus der Distanz (65.), während Töging sich zunehmend zurückzog und auf die Defensive konzentrierte.
Dann begann die wilde Schlussphase: Nach einer Zeitstrafe gegen Klimov witterte Siegsdorf seine Chance – und bekam in der 88. Minute einen klaren Elfmeter zugesprochen. Fabian Furch übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:2.
Die Nachspielzeit hatte es dann in sich: Nach einer Tätlichkeit sah Lacazette die Rote Karte, und Siegsdorf warf noch einmal alles nach vorne. In der 98. Minute wurde der Kampf belohnt: Nach einem Gewühl am Strafraumrand landete der Ball bei Paul Glassl, der aus rund 20 Metern sehenswert zum 2:2 ins Eck traf.
Ein dramatisches Ende, ein hart erkämpfter Punkt – und ein Spiel, das im Abstiegskampf noch lange nachwirken könnte.