LEISTUNGSGERECHTES REMIS IN SIEGSDORF

Simon Maier rettet einen Punkt gegen Peterskirchen in der Nachspielzeit

Ein überschaubares Bezirksliga-Derby mit wenigen Torszenen sollte eigentlich mit einer klassischen Nullnummer enden, dennoch wurde es in der Schlussphase nochmal spannend und beide Teams trennten sich letztlich einvernehmlich mit einem 1:1.

Doch der Reihe nach, die Hausherren – mit dem Derbysieg in Saaldorf im Rücken – wollten natürlich auch im ersten Heimspiel des Frühjahres gegen den Lokalrivalen TSV Peterskirchen diesen Schwung mitnehmen und ebenfalls erfolgreich gestalten, die Gäste starteten mit einem mäßigen Remis gegen Aschau ins neue Jahr, wollten dies natürlich verhindern und ebenfalls einen wichtigen Dreier einfahren.

Das zweikampfbetonte Spiel begann allerdings sehr mühselig, viele technische Fehler auf holprigem Geläuf, es wurde früh um jeden Zentimeter gekämpft, alles in allem aber ohne nennenswerte Möglichkeiten, so musste der Schiedsrichter in der Anfangsphase mehr gelbe Karten verteilen, als Wurstsemmeln verkauft wurden. Die wirklich einzige Offensivaktion in Durchgang eins hatte die Maaßen-Elf nach 40 Minuten, ein schöner Diagonalpass erreichte Adrian Furch, der nach innen zog, doch sein Abschluss ging knapp übers Tor – somit blieb es beim torlosen Unentschieden, bester Mann bis dato war der Stadion-DJ, der für beste Stimmung sorgte.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb es vorerst bei langgezogenen Pässen, die meist verpufften, zudem kam es zu zahlreichen Ungenauigkeiten im letzten Drittel, so dass es kaum interessante Torraumszenen gab. In der 58.Minute zog Thusbaß einen Freistoß scharf aufs kurze Eck, die Abwehrreihe der Hausherren konnte aber klären, kurz darauf zog Marcel Schauberger aus 30 Metern ab, der Ball strich knapp drüber.

In der 73.Minute dann ein schöner Spielzug der Gäste und erneut war es Schauberger, der aus gut 20 m abzog, wieder knapp vorbei. Die Heimelf zeigte sich zwar insgesamt stabil, überzeugte kämpferisch, ließ auch nicht viel zu, konnte aber offensiv auch keine nasse Zeitung zerreißen, dennoch blieb es aufgrund des engen Spielverlaufs spannend.

Als sich die knapp 200 Zuschauer bereits mit einer Nullnummer anfreunden wollten, schlug es aus dem Nichts heraus im Siegsdorfer Kasten zum 0:1 ein. Was war passiert? In einem Tohuwabohu im Strafraum verpasste Georg Hütter dreimal einen guten Abschluss, der TSV brachte jedoch die Kugel nicht aus der Gefahrenzone, Hütter bedankte sich und stocherte den Ball schließlich doch noch per Abstauber zur Gästeführung ins Netz (84.).

Doch die Gäste machten die Rechnung ohne Simon Maier, der in den Schlussminuten eingewechselt wurde und tatsächlich in der Nachspielzeit (97.!)  – nachdem der TSV wirklich alles nach vorne warf – nach Gestochere im Sechzehner zum vielumjubelten 1:1 ausgleichen konnte – was für ein Schlussakt! Die Partie endete zwar für die Hausherren glücklich, hatte letztendlich aber auch keinen Sieger verdient.

TSV Siegsdorf setzt neue Maßstäbe in der regionalen Jugendarbeit

Fußballabteilung verabschiedet zukunftsorientiertes Jugendkonzept

Die Fußballabteilung des TSV Siegsdorf richtet ihre Nachwuchsarbeit neu aus und hat ein umfassendes Jugendkonzept beschlossen, das ab 2026 verbindlich umgesetzt wird. Grundlage bildet die Trainingsphilosophie Deutschland, an der sich die Ausbildung systematisch orientiert. Mit diesem klar strukturierten und nachhaltig angelegten Ansatz nimmt der Verein in der Region eine Vorreiterrolle ein.

Im Mittelpunkt steht eine ganzheitliche Förderung aller Kinder und Jugendlichen. Neben der sportlichen Entwicklung werden gleichermaßen soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsbildung berücksichtigt. Dabei spielt es keine Rolle, welches Talent, Geschlecht oder welche Herkunft ein Kind mitbringt – jedes erhält die gleichen Chancen zur Entfaltung. Entscheidende Bausteine sind die Begeisterung für Bewegung, eine hohe Trainingsaktivität sowie regelmäßige Wiederholungen als Basis für langfristigen Lernerfolg.

Ein zentrales Element des Konzepts ist das Training in kleinen Spielformen mit möglichst hoher Nettospielzeit. So entstehen viele Ballkontakte und Spielsituationen für jeden Einzelnen. Dies stärkt nicht nur Technik und Spielverständnis, sondern auch Kreativität und eigenständige Entscheidungsfähigkeit. Der Fokus liegt bewusst auf individueller Entwicklung statt auf kurzfristigen Ergebnissen. Fehler gelten dabei als wichtiger Bestandteil des Lernprozesses und werden als Entwicklungschance verstanden.

Für jede Altersklasse – von den Bambini bis zu den A-Junioren – sind konkrete Ausbildungsziele definiert. Während im Kinderbereich vielseitige Bewegungserfahrungen, koordinative Fähigkeiten und soziale Grundlagen im Vordergrund stehen, rücken mit zunehmendem Alter technische Präzision, taktisches Verständnis und persönliche Reife stärker in den Fokus. Einheitliche Trainingsprinzipien, mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche und eine enge Zusammenarbeit mit dem Herrenbereich gewährleisten eine durchgängige und transparente Ausbildungsstruktur. Ergänzt wird dies durch regelmäßige interne Abstimmungen, Fortbildungen und einen intensiven Austausch zwischen Kompetenzteam, Trainern und Jugendleitung.

Entwickelt wurde das Konzept in enger Abstimmung innerhalb der Fußballabteilung. Maßgeblich beteiligt war Hermann Reiter, langjähriger DFB-Stützpunktleiter der Region Berchtesgaden/Traunstein und Inhaber der UEFA-A-Lizenz, der seine umfassende Erfahrung in der Nachwuchsförderung einbrachte. Christoph Reiter wirkte als inhaltlicher Ideengeber und Trainer mit. Josef Wittmann verantwortet gemeinsam mit dem Trainerteam die konkrete Ausgestaltung der Trainingsinhalte. Unterstützt wird der Prozess zudem durch die Erfahrung von Willi Aigner in beratender Funktion. Die organisatorische und strukturelle Begleitung übernahm Kevin Klauser in seiner Funktion als stellvertretender Abteilungsleiter der Fußballabteilung.

Das Jugendkonzept versteht sich als dynamischer Prozess. Es wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst, um sowohl sportlichen als auch pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden. Eine offene Feedbackkultur mit Trainern, Spielern und Eltern bildet dafür die Grundlage.

Mit den Adelholzener Alpenquellen konnte darüber hinaus ein langjähriger Partner für das Jugendkonzept gewonnen werden.

„Mit diesem Schritt setzen wir bewusst neue Impulse in der Region. Das Konzept schafft Verlässlichkeit, Orientierung und stellt die langfristige Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt“, erklärt Kevin Klauser, stellvertretender Abteilungsleiter der Fußballabteilung des TSV Siegsdorf. „Wir möchten unserer sportlichen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Deshalb setzen wir auf eine kontinuierliche Umsetzung und Weiterentwicklung. Entscheidend ist, dass unsere Nachwuchsspieler mit Freude Fußball spielen und sich Schritt für Schritt verbessern können – ohne Druck und Überforderung. Künftig sollen auch die Eltern stärker als unterstützende Begleiter eingebunden werden. Das stärkt die Identifikation mit unserem Verein.“

Auch Jugendleiter Michael Jüthner sieht in dem neuen Konzept einen bedeutenden Meilenstein für die Zukunft des Vereins:
„Seit mittlerweile 13 Jahren engagiere ich mich als Jugendleiter der Fußballabteilung des TSV Siegsdorf und habe in dieser Zeit viele Entwicklungen begleitet. Doch was unser Jugendkonzept-Team unter der Federführung von Kevin Klauser sowie mit Hermann Reiter, Christoph Reiter und Josef Wittmann erarbeitet hat, ist in dieser Form außergewöhnlich. Mit großem Herzblut, beeindruckender Fachkompetenz und echter Leidenschaft wurde hier ein Fundament geschaffen, das weit über den Trainingsalltag hinausgeht. Natürlich braucht ein solches Konzept Zeit, Geduld und Vertrauen, bis nachhaltige Ergebnisse sichtbar werden. Doch die enorme Erfahrung, das fundierte Wissen und die spürbare Begeisterung dieses Teams zeigen deutlich, dass die richtigen Weichen gestellt wurden. Die Jugendarbeit in Siegsdorf blickt einer starken und vielversprechenden Zukunft entgegen.“

Bild (von links nach rechts): Reiter Christoph, Reiter Herrmann, Klauser Kevin, Aigner Willi, Huber Tobias, Wittmann Josef, Tirolf Tobias

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