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Am Karsamstag empfingen die Boyzingreen die Schweppermänner in der Hobmaier-Arena in Siegsdorf und gingen am Ende zwar etwas glücklich aber verdient als Sieger vom Platz. Der TSV Siegsdorf kommt damit den Nichtabstiegsplätzen einen enormen Schritt näher.
Das Spiel stand unter der Leitung des umsichtig pfeifenden Marijo Kraljic, der eine faire aber allerdings umkämpfte Partie zu leiten hatte.
Von Beginn an nahmen beide Mannschaften die Zweikämpfe an und legten ein gehöriges Tempo hin. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem auf beiden Seiten immer wieder Möglichkeiten zum Torabschluss waren, diese aber noch nicht zwingend umgesetzt wurden.
In der siebten Minute eine erste gefährliche Torannäherung der Heimmannschaft, eine gut hereingezogene Flanke von Florian Aigner konnte Sami Anthuber gefühlvoll auf die lange Ecke köpfen, traf hierbei aber nur das Lattenkreuz.
Gleich im Gegenzug die erste zwingende Chance für die Gäste aus Ampfing. Ein Flachpass von der Grundlinie zurück auf Lukas Bradl, der aber die Kugel aus 15m nicht richtig verwerten konnte und knapp verzog.
In der 17. Minute hatte Florian Aigner die Möglichkeit die Hausherren in Führung zu bringen, eine tolle Kombination über Felix Brandner auf rechts und die direkte Vorlage aus der Luft durch Samuel Anthuber in den Lauf von Aigner nahm dieser direkt und verzog knapp rechts.
Wiederrum nur drei Minuten später hatte Ampfing die Chance den Führungstreffer zu erzielen. Eine gefühlvolle Freistoßflanke auf den langen Pfosten brachte erhebliche Gefahr im Fünfer, aber die Heimmannschaft konnte den Ball dann doch noch aus der Gefahrenzone bringen.
Bis zur Halbzeitpause gab es noch für beide Mannschaften die ein oder andere Möglichkeit durch Distanzschüsse, diese konnten aber häufig noch im letzten Moment geblockt werden oder gingen knapp am Gehäuse vorbei.
Ampfing kam in der zweiten Halbzeit mit einer gehörigen Wut im Bauch aus der Kabine und bestimmte die Anfangsphase der zweiten Halbzeit.
Bereits in der 47. Minute eine Riesenchance für die Gäste, Nach einem tollen Angriff über die rechte Seite wurde der Ball gefühlvoll auf das lange Eck gezogen, beide Ampfinger Stürmer kamen aber um Haaresbreite nicht an die Hereingabe heran.
Topchance für Alexander Spitzer in der 55. Minute, dieser konnte allerdings den Siegsdorfer Keeper Fabian König nicht bezwingen, als er alleine auf ihn zu lief und aus 16 Metern abschloss. Geschickt verkürzte dieser den Winkel und vereitelte diese Riesenmöglichkeit für den TSV Ampfing.
Selimovic zog in der 61. Minute aus 16 Metern ab, aber dieser Ball ging knapp am Siegsdorfer Gehäuse vorbei. Auch eine Direktabnahme von Jolic in der 62. Minute aus 15 Metern landete genau in den Armen des Siegsdorfer Schlussmanns.
Diese Drangphase der Ampfinger konnte der TSV Siegsdorf unbeschadet überstehen und kam nun selbst wieder zu einigen Torabschlüssen.
In der 71. Minute hatte Paul Wittmann die Riesenchance Siegsdorf in Führung zu bringen, aber seinen Schuss aus 10 Metern auf das lange Eck gezogen konnte der Ampfinger Schlussmann Domen Bozjak mit einer Glanzparade klären, den Nachschuss konnte dann Reiter Maxi leider nicht im Tor unterbringen, da der Winkel zu spitz wurde und der Ball durch den Fünfer am langen Eck am Tor vorbeiging – das hätte die Führung sein müssen.
Diese gelang dann Josi Wittmann in der 76. Minute. Nach einer Ecke durch Elias Mayer in den Ampfinger Fünfmeterraum konnte dieser mit dem Rücken zum Tor den Ball an Freund und Feind mit einem Gefühlvollen Heber im Ampfinger Gehäuse unterbringen. In dieser Situation erkannte man die enorme Qualität des spielenden Co- Trainers.
Ampfing setzte nun alles auf eine Karte, konnte sich allerdings keine zwingenden Torchancen mehr erarbeiten. Als dann in der 85. Minute Jolic nach einer Tätlichkeit mit Glatt Rot vom Platz flog, dachte man schon das war es. Allerdings dauerte es keine 3 Minuten und Ampfing konnte nach einem Fehlpass in der Siegsdorfer Hintermannschaft den Ball in die Spitze bringen. Den allein auf den Siegsdorfer Schlussmann zueilenden Stürmer konnte Paul Glassl an der Strafraumgrenze nur noch durch eine Notbremse am möglichen Ausgleich bremsen. Auch hier zückte der umsichtig pfeifende Schiedsrichter berechtigterweise die Rote Karte.
Diesen Freistoß und einen kurz darauffolgenden – jeweils an der 16 Meter Grenze – konnte aber Ampfing nicht nutzen. Dies waren nochmal zwei extrem brenzlige Situationen, die die Heimmannschaft überstehen musste.
Der TSV Siegsdorf bleibt der Angstgegner des TSV Ampfing, in den vergangenen 4 Spielen konnte Siegsdorf drei davon gewinnen. Jetzt heißt es am kommenden Wochenende gegen den direkten Konkurrenten aus Ebersberg nachzulegen und vielleicht wieder das große Ziel Nichtabstieg möglich zu machen.