Zwei Treffer, ein Hexer und drei Punkte: Siegsdorf triumphiert im Verfolgerduell!

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Markus Germann

Schriftführer & Pressewart

Big Points für die Boyzingreen beim 2:0 gegen Waging

Zwei Treffer innerhalb von zehn Minuten, ein überragender Fabian König und eine Schlussphase, die nichts für schwache Nerven war: Die Boyz in Green bezwingen den TSV Waging in einem packenden Nachbarschaftsduell mit 2:0.

Was für ein Derby! Was für ein Kampf! Und was für ein Fabian König! In einer hochintensiven, bis zum Schlusspfiff umkämpften Begegnung behielt der TSV Siegsdorf gegen den Nachbarn aus Waging mit 2:0 die Oberhand. Dabei mussten die Hausherren in der heimischen Hobmaier-Arena alles in die Waagschale werfen, um die drei Punkte unter Dach und Fach zu bringen. Sebastian Reiter und Felix Brandner sorgten mit ihren Treffern für die Entscheidung, während Schlussmann Fabian König mit einer ganzen Reihe spektakulärer Paraden zum Sieggaranten avancierte.

Bereits die Anfangsphase machte deutlich, dass sich hier zwei Mannschaften gegenüberstanden, die keinen Zentimeter Rasen kampflos preisgeben wollten. Siegsdorf suchte früh den Weg nach vorne. Fabian Furch gab in der 8.Minute den ersten Warnschuss ab, nur eine Minute später versuchte es Sebastian Reiter aus der Distanz. Doch auch die Gäste versteckten sich keineswegs. Vor allem Wagings Johannes Maierhofer stellte die Siegsdorfer Defensive immer wieder vor Probleme. In der elften Minute verfehlte er nach einem langen Ball mit dem Außenrist nur knapp das Ziel, in der 20. Minute war König bei einem weiteren Abschluss auf dem Posten.

In der 26.Minute dann die Dreifachchance für die Hausherren. Maximilian Damoser tauchte aus spitzem Winkel vor dem Gästetor auf, scheiterte jedoch am Schlussmann, der Ball landete bei Fabian Furch, dessen Nachschuss ebenfalls pariert wurde. Und als Felix Brandner auch noch den dritten Versuch aufs Tor brachte, war der Waginger Keeper erneut zur Stelle. Drei Abschlüsse innerhalb weniger Sekunden, da fehlte nicht viel zur Siegsdorfer Führung.

Doch Waging hatte die passende Antwort parat. Kurz vor dem Seitenwechsel rollte ein brandgefährlicher Konter auf das Siegsdorfer Gehäuse zu. Wieder war es Maierhofer, der aus halbrechter Position abzog. König reagierte blitzschnell, der anschließende freie Nachschuss wurde in allerletzter Sekunde geblockt. Durchatmen bei den Boyz in Green!

So ging es nach 45 intensiven Minuten mit einem 0:0 in die Kabinen. Ein Spiel auf Messers Schneide, bei dem beide Mannschaften längst hätten führen können.

Damoser zaubert, Reiter vollendet – die Hobmaier-Arena explodiert!

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung zunehmend zu einem offenen Schlagabtausch. Und dann kam die 59. Minute – jener Moment, auf den die Siegsdorfer Anhänger gewartet hatten.

Maximilian Damoser tankte sich auf der rechten Außenbahn mit einer energischen Aktion durch und schlug eine perfekt getimte Flanke in den Strafraum. Sebastian Reiter rauschte heran und verwandelte das Zuspiel aus sechs Metern mit der Innensohle volley ins Netz. Ein technisch sehenswerter Treffer zum 1:0, der die Hobmaier-Arena zum Beben brachte!

Jetzt wollten die Hausherren mehr. Nur eine Minute später war Damoser erneut zur Stelle. Nach einer Hereingabe von Reiter wuchtete er den Ball per Kopf aufs Tor, doch der Waginger Schlussmann rettete mit einem starken Reflex zur Ecke.

In der 68. Minute war es dann aber doch so weit: Eine weitere Flanke segelte in den Waginger Strafraum, erneut war Damoser entscheidend beteiligt. Der Siegsdorfer verlängerte die Hereingabe per Kopf auf Felix Brandner, der am richtigen Fleck lauerte und aus kurzer Entfernung zum 2:0 einköpfte.

Zwei Treffer innerhalb von zehn Minuten! Die Gastgeber schienen auf der Siegerstraße, die Hobmaier-Arena feierte – doch die Gäste hatten noch lange nicht aufgegeben.

König im Hexer-Modus – Waging verzweifelt am Siegsdorfer Schlussmann

Was nun folgte, war eine echte Bewährungsprobe für die Siegsdorfer Defensive. Waging drängte mit aller Macht auf den Anschlusstreffer und erspielte sich eine hochkarätige Gelegenheit nach der anderen.

Bereits in der 65. Minute hatte David Kronbichler aus nahezu unmöglichem Winkel die Querlatte touchiert. In der 70. Minute entschärfte König einen gefährlichen Flachschuss aus 18 Metern, nur sechzig Sekunden später vereitelte er einen weiteren Versuch von Kronbichler und als der eingewechselte Andreas Kamml in der 76. Minute gefährlich abschloss, war Fabian König zum wiederholten Male der Spaßberderber für die Seerosen-Elf. Der Siegsdorfer Schlussmann schien an diesem Nachmittag einfach unüberwindbar.

Die dramatischste Szene der Schlussphase ereignete sich in der 84. Minute. Nach einem Querpass lag der Anschlusstreffer für Waging praktisch auf dem Silbertablett. Christoph Zeif kam aus rund zwölf Metern halbrechter Position zum Abschluss, vor ihm das verwaiste Siegsdorfer Tor. Eigentlich musste der Ball nur noch über die Linie gedrückt werden, doch mit vereinten Kräften grätschten in letzter Sekunde Siegsdorfer Abwehrbeine rein und verhinderten den Anschlusstreffer – eine unglaubliche Gelegenheit und riesiges Aufatmen bei den Gastgebern.

Als wäre die Spannung nicht ohnehin schon groß genug gewesen, musste Florian Aigner in der 87.Minute mit der Ampelkarte vorzeitig vom Feld und Siegsdorf musste die verbleibenden Minuten in Unterzahl überstehen.

Noch einmal mobilisierten die Boyz in Green sämtliche Kräfte, warfen sich in die Zweikämpfe und verteidigten ihren Vorsprung mit großer Leidenschaft. Erst nach 95 intensiven Minuten ertönte der erlösende Schlusspfiff.

Dann war es geschafft! Der TSV Siegsdorf hatte ein mitreißendes Derby für sich entschieden – mit zwei sehenswert herausgespielten Treffern, unbändigem Kampfgeist und einem Torhüter, der an diesem Nachmittag den Unterschied ausmachte.

Waging durfte sich angesichts seiner zahlreichen Möglichkeiten durchaus fragen, wie diese Partie ohne eigenen Treffer enden konnte. Doch während die Gäste ihre Chancen liegen ließen, schlugen die Siegsdorfer im entscheidenden Moment gnadenlos zu und behielten am Ende auch verdient den Dreier in der Hobmaier-Arena und bleiben damit weiter in Lauerstellung.

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