SCHMEICHELHAFTER AUSWÄRTSSIEG DES FAVORITEN BEIM AUFSTEIGER

Beste Saisonleistung des TSV Siegsdorf bei der unglücklichen 2:3-Heimniederlage gegen Tabellenprimus VfB Forstinning

Eine am Ende auch aufgrund der unglücklichen Schiedsrichterleistung bittere Heimniederlage musste der Aufsteiger TSV Siegsdorf gegen den haushohen Favoriten und noch unbesiegten Spitzenreiter aus Forstinning hinnehmen, bot lange Zeit Paroli und überzeugte mit einer starken kämpferischen Leistung.

Bereits früh in der 9.Minute gingen die Hausherren durch Paul Wittmann in Führung, Stefan Mauerkirchner setzte sich in seiner unnachahmlichen Art energisch über links durch, seine scharfe flache Hereingabe fand Wittmann, der goldrichtig steht und aus 3m zum 1:0 einschieben konnte. Als der Torjubel noch nicht ganz verhallte, gelang den Gästen aus Forstinning prompt der 1:1-Ausgleich durch Bakary Touray, der sich mittig im Gewühl entschlossen durchsetzte, von der TSV-Abwehr nicht mehr entscheidend gestört wurde und schliesslich aus der Drehung einnetzen konnte.

Die Huber-Elf zeigte sich aber keineswegs geschockt, agierte weiterhin mutig nach vorne, in der 18.Minute scheiterte Maximilian Attenberger per 26m-Freistoss an Gästeschlussmann Susac, kurz darauf setzt sich Wittmann über die rechte Seite schön durch, sein Flachpass erreichte in der Mitte  den mitgelaufenen Michael Dinauer, der die Kugel aus 20m frei nicht richtig trifft – übers Gehäuse. Die Gäste mussten etwas unternehmen, schalteten nun einen Gang höher und kamen in der 38.Minute durch Sven Jajcinovic – spielerisch wie läuferisch immer wieder Dreh-Angelpunkt im Spiel der Gäste nach vorne – nach einem blitzschnellen Konter zu einer Großchance, er scheiterte aber knapp. Nur zwei Minuten später hatte Bakary Touray eine sogenannte Hundertprozentige auf dem Schlappen, nach schönem Steilpass lief er allein auf das Tor zu, fand in TSV-Keeper Fabian König aber seinen Meister, den Abpraller versemmelte er ebenso am leeren Tor vorbei.

Somit blieb es zur Pause beim leistungsgerechten 1:1, eine insgesamt interessante Begegnung auf sehenswertem Bezirksliga-Niveau. Gerade einmal drei Minuten waren in Durchgang zwei absolviert, da sorgte Gästetorwart Susac für die Slapstick-Einlage des Tages, als er den Ball von hinten heraus in aller Ruhe abschlagen wollte, irgendwie hängenblieb und drüberhaute, das Spielgerät landete vor den Füssen des gedankenschnell reagierenden Mauerkirchner, der per Linksschuss über Susac hinweg zur vielumjubelten 2:1-Führung einlupfte. Forstinning – in der Folgezeit etwas geschockt fand zunächst keine Mittel gegen kämpferisch starke Siegsdorfer, doch in der 68.Minute half Schiedsrichter Dominik von Maffei nach und verwies Kapitän Maxi Huber nach einem normalen Foulspiel im Mittelfeld zur Verdutzung aller mit glatt Rot vom Feld – vollkommen überzogen. Den anschliessenden Freistoss von Jajcinovic fischte König sicher aus dem Eck.

Das Spiel war jetzt auf des Messers Schneide, in numerischer Überzahl spielte Forstinning nun endlich auch seine spielerische Stärke aus, Siegsdorf stemmte sich aufopferungsvoll dagegen. In der 79.Minute war es aber dann doch soweit, Ivan Bacak nahm einen Gassenpass auf und liess TW König letztlich keine Chance – 2:2. Die Partie wurde nun hektischer, die Huber-Elf verteidigte mit Mann und Maus, dem Schiedsrichter entglitt mit diversen Entscheidungen die ansonsten sehr faire Partie zusehends, in der 87.Minute tanzte sich Jajcinovic durch die TSV-Abwehr, lief auf einen Abwehrspieler auf und es gab Elfmeter für die Gäste – und wieder sorgte der Schiedsrichter mit der doppelten Bestrafung und Platzverweis gegen Mauerkirchner für großen Unmut und Aufsehen. Den fälligen Strafstoss verwandelte erneut Bacak mit seinem zweiten Treffer des Tages zum 2:3. Die letzten Minuten spielten die Gäste souverän gegen nun auch moralisch geknickte Siegsdorfer herunter, strichen damit glücklich den fünften Sieg in Folge ein und grüßen weiterhin mit weißer Weste von der Tabellenspitze der Bezirksliga.

LAST-MINUTE-SIEG DES TSV SIEGSDORF

Michael Freimoser avanciert zum Matchwinner in der Nachspielzeit – 3:2 gegen SV Erlstätt

Einen letztlich hochverdienten Heimsieg landete die Mayer-Elf gegen den Lokalrivalen SV Erlstätt, jedoch machte man sich das Leben unnötigerweise selber schwer, trotz klarer Überlegenheit und zahlreicher Chancen brachte man die Gäste immer wieder durch unnötige Fehler ins Spiel zurück, am Ende unterstrich Michael Freimoser seine Standardqualitäten und versenkte einen direkten Freistoss in der Nachspielzeit zum vielumjubelten 3:2.

In der Anfangsphase schob der agile Leander Hampe noch allein vor Gästekeeper Promberger noch an diesem vorbei (6.), besser machte er es in der 9.Minute, als er in ähnlicher Position Promberger flach durch die Beine zur 1:0-Führung einschob. In der 19.Minute fiel dann etwas überraschend der 1:1-Ausgleich für Erlstätt, Simon Werner verwandelte einen unnötigen Handelfmeter souverän. Sofort nahm der TSV aber wieder das Heft in die Hand und erhöhte in der 27.Minute durch Sebastian Reiter, der einen Pass in die Gasse aufnahm, einen Abwehrspieler und den Torwart umkurvte und schliesslich locker zum 2:1 einschob. Die anfangs rasante Begegnung plätscherte bis zur Pause etwas dahin und es blieb bei der knappen, aber hochverdienten Halbzeitführung.

Die Hausherren übernahmen aber dann sofort wieder das Kommando, der eingewechselte Philipp Erdmann scheiterte zentral freistehend aus 12m am Gästekeeper (60.), Trzewik nach der anschliessenden Ecke aus leichter Rücklage übers Tor. Die Gäste schienen nun platt zu sein, es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis der dritte, wohl vorentscheidende Treffer fällt, denn dann wäre der „Kaas“ wohl bissn. Eine Doppelchance vergab der TSV in der 67.Minute, Ferstl scheiterte am Reflex des Keepers, Trzewik per Seitfallzieher an der Latte.

Wie aus dem Nichts heraus fiel dann doch der 2:2-Ausgleich, Jonas Wirnshofer – auf rechts völlig alleingelassen – war auf und davon und schob souverän aus 14m flach ins rechte untere Eck an TSV-Schlussmann Geiger vorbei ein (73.). In der 81.Minute hatte der eingewechselte Michael Hunglinger die erneute Führung auf dem Fuss, den Flankenball von links musste er eigentlich nur noch einschieben, die Kugel ging aber am Tor vorbei. Anschliessend dezimierten sich die Gäste selbst, nachdem Thomas Kraja nach wiederholtem Gemeckere mit Gelb-Rot vorzeitig vom Feld musste, somit versuchte der SV Erlstätt also nur noch das Unentschieden über die Zeit zu retten.

In der 90.Minute liess der TSV erneut eine Doppelchance liegen, Gästetorwart Promberg hielt per Fussreflex gegen einen Bichler-Schuss, Freimoser im Nachschuss aus 18m ebenfalls vorbei – der reinste Chancenwucher!

Als viele sich bereits mit dem Remis arrangierten, gab es noch einmal einen Freistoss aus 20m halblinker Position, Standardspezialist Michael Freimoser fasste sich ein Herz und versenkte das Leder sehenswert über die Mauer hinweg unhaltbar ins rechte untere Toreck zum entscheidenden 3:2-Endstand und sicherte seiner Mannschaft enorm wichtige drei Punkte.