ERNEUTER BIG POINT FÜR SIEGSDORF

Markus Germann

Markus Germann

Schriftführer & Pressewart

Aigner-Elf rückt durch Last-Minute-Sieg Surheim auf die Pelle

In einer hochinteressanten, nicht immer hochklassigen Kreisliga-Begegnung schlug der gastgebende TSV Siegsdorf am Samstag Nachmittag den BSC Surheim durch einen Treffer in der Nachspielzeit am Ende etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 2:1 und etabliert sich damit auch im oberen Drittel der Tabelle.

In der hektischen Anfangsphase wartete der Liga-Dritte aus Surheim in der 10.Minute mit der ersten fast 100%-igen Torchance auf, nachdem Christian Kreuzeder perfekt in eine Freistossflanke von links lief, doch er schaffte es die Kugel völlig freistehend aus 6m übers Tor zu bugsieren. Die Heimelf – jetzt also richtig wachgerüttelt – setzte nun mit viel Einsatz dagegen und ging dann mit der allerersten Torchance ihrerseits in der 22.Minute sogleich mit 1:0 in Führung. Zunächst scheiterte Manuel Schlesak nach einer langgezogenen Ecke per Kopf aus kurzer Distanz am reaktionsschnellen Gästekeeper Gerald Oellerer, im Nachsetzen reagierte Florian Aigner am schnellsten, scheiterte nochmals am Reflex von Oellerer, im dritten Versuch hämmerte Aigner das Leder dann aber doch in die Maschen zum vielumjubelten Führungstreffer.

Doch die Antwort der Gäste folgte postwendend, praktisch im Gegenzug erreichte ein Ball Robert Stallmayer – allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position – dieser drehte sich nochmal kurz und überlupfte den herauseilenden TSV-Schlussmann Fabian König aus 20m zum prompten 1:1-Ausgleich. Es entwickelte sich mittlerweile eine muntere Partie zweier offensiv eingestellter Mannschaften, die beide auf Sieg spielten, jedoch auch defensiv gut standen. So dauerte es bis zur 42.Minute, ehe der TSV zur nächsten Torchance kam. Der agile Florian Aigner nahm eine Flanke technisch perfekt an und mit, drehte sich kurz und zog sofort aus 13m ab, jedoch auch weit übers Tor. Auf der Gegenseite köpfte Philip Hahn nach einer Flanke von links aus 8m ebenfalls drüber, somit blieb es bis zur Halbzeitpause beim leistungsgerechten 1:1.

Gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten prüfte Manuel Schlesak Oellerer mit einem 18m-Freistoss, jedoch kein Problem für den BSC-Keeper. In der 53.Minute wurde Thomas Ehrmann auf rechts steilgeschickt, lief halbrechts allein auf König zu, verzog aber schliesslich aus 15m. Kurz darauf ging es wieder auf die andere Seite, Schlesak verfehlte aber per Kopf aus 11m ebenso (55.) wie Neuhofer per Flachschuss aus 17m (56.). Schlesak, der allein 5 der letzten 7 Treffer für den TSV erzielte, schoss sich nun langsam warm, ein abgefälschter Fernschuss von rechts senkte sich gefährlich aufs Kreuzeck, doch erneut blieb Oellerer Sieger und klärte mit den Fingerspitzen zur Ecke (63.). Die Gäste blieben ihrerseits aber weiterhin gefährlich, so scheiterte Christian Kreuzeder per Flachschuss drei Minuten später.

Die Begegnung war zwar im zweiten Durchgang spielerisch nicht immer hochklassig, lebte jedoch von der Spannung. In der 81.Minute hatte wiederum Schlesak die erneute Führung auf dem Schlappen, nachdem er von Maxi Huber mit einem Zuckerpass perfekt in die Gasse bedient wurde, versemmelte aber aus 11m völlig frei vor dem Tor. Die Gäste aus Surheim verlegten sich in der Schlussphase aufs Kontern, kamen in der 89.Minute nochmals durch Stallmayer per Fernschuss aus 14m zentraler Position zu einer guten Einschussmöglichkeit, letztlich aber vergeben. Als die 120 Zuschauer sich schon langsam auf den Nachhauseweg machten, gab es für die Hausherren – die den Sieg hinten raus einen Tick mehr wollten – nochmal eine Ecke. Maxi Huber verlängerte den Eckball geschickt per Kopf in die Mitte, wo Manuel Schlesak aus dem Hinterhalt aus gut 11m das Spielgerät ebenfalls per Kopf sehenswert ins linke untere Toreck platzierte und mit seinem 6.Saisontreffer das „Golden Goal“ zum 2:1-Endstand erzielte und somit auch sein persönliches Duell gegen den starken BSC-Schlussmann Oellerer gewann. Der TSV Siegsdorf beisst sich somit nach den Siegen gegen die direkten Konkurrenten Inzell und Surheim oben fest.

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