SCHMEICHELHAFTER AUSWÄRTSSIEG DES FAVORITEN BEIM AUFSTEIGER

Beste Saisonleistung des TSV Siegsdorf bei der unglücklichen 2:3-Heimniederlage gegen Tabellenprimus VfB Forstinning

Eine am Ende auch aufgrund der unglücklichen Schiedsrichterleistung bittere Heimniederlage musste der Aufsteiger TSV Siegsdorf gegen den haushohen Favoriten und noch unbesiegten Spitzenreiter aus Forstinning hinnehmen, bot lange Zeit Paroli und überzeugte mit einer starken kämpferischen Leistung.

Bereits früh in der 9.Minute gingen die Hausherren durch Paul Wittmann in Führung, Stefan Mauerkirchner setzte sich in seiner unnachahmlichen Art energisch über links durch, seine scharfe flache Hereingabe fand Wittmann, der goldrichtig steht und aus 3m zum 1:0 einschieben konnte. Als der Torjubel noch nicht ganz verhallte, gelang den Gästen aus Forstinning prompt der 1:1-Ausgleich durch Bakary Touray, der sich mittig im Gewühl entschlossen durchsetzte, von der TSV-Abwehr nicht mehr entscheidend gestört wurde und schliesslich aus der Drehung einnetzen konnte.

Die Huber-Elf zeigte sich aber keineswegs geschockt, agierte weiterhin mutig nach vorne, in der 18.Minute scheiterte Maximilian Attenberger per 26m-Freistoss an Gästeschlussmann Susac, kurz darauf setzt sich Wittmann über die rechte Seite schön durch, sein Flachpass erreichte in der Mitte  den mitgelaufenen Michael Dinauer, der die Kugel aus 20m frei nicht richtig trifft – übers Gehäuse. Die Gäste mussten etwas unternehmen, schalteten nun einen Gang höher und kamen in der 38.Minute durch Sven Jajcinovic – spielerisch wie läuferisch immer wieder Dreh-Angelpunkt im Spiel der Gäste nach vorne – nach einem blitzschnellen Konter zu einer Großchance, er scheiterte aber knapp. Nur zwei Minuten später hatte Bakary Touray eine sogenannte Hundertprozentige auf dem Schlappen, nach schönem Steilpass lief er allein auf das Tor zu, fand in TSV-Keeper Fabian König aber seinen Meister, den Abpraller versemmelte er ebenso am leeren Tor vorbei.

Somit blieb es zur Pause beim leistungsgerechten 1:1, eine insgesamt interessante Begegnung auf sehenswertem Bezirksliga-Niveau. Gerade einmal drei Minuten waren in Durchgang zwei absolviert, da sorgte Gästetorwart Susac für die Slapstick-Einlage des Tages, als er den Ball von hinten heraus in aller Ruhe abschlagen wollte, irgendwie hängenblieb und drüberhaute, das Spielgerät landete vor den Füssen des gedankenschnell reagierenden Mauerkirchner, der per Linksschuss über Susac hinweg zur vielumjubelten 2:1-Führung einlupfte. Forstinning – in der Folgezeit etwas geschockt fand zunächst keine Mittel gegen kämpferisch starke Siegsdorfer, doch in der 68.Minute half Schiedsrichter Dominik von Maffei nach und verwies Kapitän Maxi Huber nach einem normalen Foulspiel im Mittelfeld zur Verdutzung aller mit glatt Rot vom Feld – vollkommen überzogen. Den anschliessenden Freistoss von Jajcinovic fischte König sicher aus dem Eck.

Das Spiel war jetzt auf des Messers Schneide, in numerischer Überzahl spielte Forstinning nun endlich auch seine spielerische Stärke aus, Siegsdorf stemmte sich aufopferungsvoll dagegen. In der 79.Minute war es aber dann doch soweit, Ivan Bacak nahm einen Gassenpass auf und liess TW König letztlich keine Chance – 2:2. Die Partie wurde nun hektischer, die Huber-Elf verteidigte mit Mann und Maus, dem Schiedsrichter entglitt mit diversen Entscheidungen die ansonsten sehr faire Partie zusehends, in der 87.Minute tanzte sich Jajcinovic durch die TSV-Abwehr, lief auf einen Abwehrspieler auf und es gab Elfmeter für die Gäste – und wieder sorgte der Schiedsrichter mit der doppelten Bestrafung und Platzverweis gegen Mauerkirchner für großen Unmut und Aufsehen. Den fälligen Strafstoss verwandelte erneut Bacak mit seinem zweiten Treffer des Tages zum 2:3. Die letzten Minuten spielten die Gäste souverän gegen nun auch moralisch geknickte Siegsdorfer herunter, strichen damit glücklich den fünften Sieg in Folge ein und grüßen weiterhin mit weißer Weste von der Tabellenspitze der Bezirksliga.

LAST-MINUTE-SIEG DES TSV SIEGSDORF

Michael Freimoser avanciert zum Matchwinner in der Nachspielzeit – 3:2 gegen SV Erlstätt

Einen letztlich hochverdienten Heimsieg landete die Mayer-Elf gegen den Lokalrivalen SV Erlstätt, jedoch machte man sich das Leben unnötigerweise selber schwer, trotz klarer Überlegenheit und zahlreicher Chancen brachte man die Gäste immer wieder durch unnötige Fehler ins Spiel zurück, am Ende unterstrich Michael Freimoser seine Standardqualitäten und versenkte einen direkten Freistoss in der Nachspielzeit zum vielumjubelten 3:2.

In der Anfangsphase schob der agile Leander Hampe noch allein vor Gästekeeper Promberger noch an diesem vorbei (6.), besser machte er es in der 9.Minute, als er in ähnlicher Position Promberger flach durch die Beine zur 1:0-Führung einschob. In der 19.Minute fiel dann etwas überraschend der 1:1-Ausgleich für Erlstätt, Simon Werner verwandelte einen unnötigen Handelfmeter souverän. Sofort nahm der TSV aber wieder das Heft in die Hand und erhöhte in der 27.Minute durch Sebastian Reiter, der einen Pass in die Gasse aufnahm, einen Abwehrspieler und den Torwart umkurvte und schliesslich locker zum 2:1 einschob. Die anfangs rasante Begegnung plätscherte bis zur Pause etwas dahin und es blieb bei der knappen, aber hochverdienten Halbzeitführung.

Die Hausherren übernahmen aber dann sofort wieder das Kommando, der eingewechselte Philipp Erdmann scheiterte zentral freistehend aus 12m am Gästekeeper (60.), Trzewik nach der anschliessenden Ecke aus leichter Rücklage übers Tor. Die Gäste schienen nun platt zu sein, es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis der dritte, wohl vorentscheidende Treffer fällt, denn dann wäre der „Kaas“ wohl bissn. Eine Doppelchance vergab der TSV in der 67.Minute, Ferstl scheiterte am Reflex des Keepers, Trzewik per Seitfallzieher an der Latte.

Wie aus dem Nichts heraus fiel dann doch der 2:2-Ausgleich, Jonas Wirnshofer – auf rechts völlig alleingelassen – war auf und davon und schob souverän aus 14m flach ins rechte untere Eck an TSV-Schlussmann Geiger vorbei ein (73.). In der 81.Minute hatte der eingewechselte Michael Hunglinger die erneute Führung auf dem Fuss, den Flankenball von links musste er eigentlich nur noch einschieben, die Kugel ging aber am Tor vorbei. Anschliessend dezimierten sich die Gäste selbst, nachdem Thomas Kraja nach wiederholtem Gemeckere mit Gelb-Rot vorzeitig vom Feld musste, somit versuchte der SV Erlstätt also nur noch das Unentschieden über die Zeit zu retten.

In der 90.Minute liess der TSV erneut eine Doppelchance liegen, Gästetorwart Promberg hielt per Fussreflex gegen einen Bichler-Schuss, Freimoser im Nachschuss aus 18m ebenfalls vorbei – der reinste Chancenwucher!

Als viele sich bereits mit dem Remis arrangierten, gab es noch einmal einen Freistoss aus 20m halblinker Position, Standardspezialist Michael Freimoser fasste sich ein Herz und versenkte das Leder sehenswert über die Mauer hinweg unhaltbar ins rechte untere Toreck zum entscheidenden 3:2-Endstand und sicherte seiner Mannschaft enorm wichtige drei Punkte.

Hans Dorfner Fussballschule gastierte zum 18.Mal in Siegsdorf

In der Woche vom 02.08. bis 06.08 haben 86 Kinder ihr Kicker-Einmaleins erweitert – und das unter professioneller Anleitung. Die Fußballschule von Ex-Bayern- und Nationalspieler Hans Dorfner gastierte zur Freude der teilnehmenden Kinder bereits zum 18. Mal beim TSV Siegsdorf.

Trotz „Corona“ konnte die Fussballschule wieder im normalen Rahmen zur Freude aller Kinder durchgeführt werden. Auch die Eltern durften wieder ihren Kindern bei den Finalspielen den wohlverdienten Applaus zollen. Unter der Leitung von Tobias Schießl und seinem 5-köpfigen Team, wurde an fünf Tagen trainiert. Bei nicht ganz optimalen Verhältnissen, Mittwoch und Donnerstag spielte das Wetter nicht ganz mit, wurde es wie alle Jahre wieder ein sehr erfolgreiches Fussballcamp. An den fünf Tagen bekamen die begeisterten Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren gezeigt, wie sie mit dem Ball technisch und taktisch umgehen. Das Anschauen von Lehrvideos und ein Quiz rundeten das Programm ab. Einen der Höhepunkte bildete die Mini-League, bei der insgesamt 16 Mannschaften um den Titel kämpften.

Einer der Höhepunkte war wieder die Überreichung der ausgelobten Trikot´s, hier wird speziell auf soziales Verhalten, Technik und Torhüterqualitäten eingegangen.

Folgende Kinder durften sich die Trikots bei der Siegerehrung unter großen Applaus überziehen:

Champ of the Camp „Senior“: Dufter Markus

Champ of the Camp „Junior:  Hofmann Johann

Fair Play Trikot: Gimpl Felix

Keeper of the Camp „Senior“ Lautenbacher Dominik

Keeper oft he Camp „Junior“ Jeziorski Elias

Koordinationssieger: Schultes Phillip

Bei der abschließenden Siegerehrung bekam fast jedes Kind noch einen Preis überreicht. Sei es nun ein Miniball, Schienbeinschützer, Medaillen oder Urkunden. Alle Kinder freuten sich über das erreichte und strahlten bei der Übergabe der Preise.

Einen großen Dank für diese gelungene Veranstaltung gebührt hier dem neuen Trainerteam um deren „Chef“ Tobi Schießl. Ein großes Kompliment auch an unsere Sportheimwirtin Renate Bartsch, die es wieder einmal geschafft hat, insgesamt knapp 90 Kinder und Trainer mit ihrem Essen zu verwöhnen.

Wir alle freuen uns bereits jetzt auf nächste Jahr, bleibt`s alle gsund, bis bald am Fussballplatz!

TSV SIEGSDORF IN DER BEZIRKSLIGA ANGEKOMMEN

Verdientes 0:0 gegen Mitfavorit Moosinning

Mit einer starken Vorstellung trotzte die gastgebende Huber-Elf dem Mitfavoriten FC Moosinning ein 0:0 ab und schrieb sozusagen das erste Mal in der Bezirksliga an. Bei nicht mehr möglich gehaltenen hochsommerlichen Temperaturen am Samstag Nachmittag begannen die Hausherren nach der zuletzt unglücklichen Niederlage in Saaldorf schwungvoll und kamen bereits in der 4.Minute durch Florian Aigner zu einer ersten Torchance, Mauerkirchner verlängerte eine Flanke in die Mitte, wo Aigner letztlich zu wenig Druck hinter den Ball brachte und übers Tor köpfte. Eine Maaßen-Flanke von links fand in Stefan Mauerkirchner einen dankbaren Abnehmer, sein Kopfball strich nur knapp am rechten oberen Eck vorbei (13.). Der TSV akklimatisierte sich von Beginn an schnell, doch die Gäste aus Moosinning – mit dem Schwung aus zwei Siegen zuletzt – zeigten sich nun auch offensiv, ein 30m-Strich von Tobias Bartl (21.) ging nur knapp übers Tor.

Beide Mannschaften versuchten mit offenem, aber kontrolliertem Visier zu agieren, in der 33.Minute zirkelte Felix Maaßen eine Ecke direkt aufs Tor, Gästekeeper Strunk war aber wachsam und faustete den Ball weg. Kurz vor der Halbzeitpause fackelte Mauerkirchner nach einem Wittmann-Lupfer in die Zentral per Volley-Drehschuss nicht lange, die Kugel flog aber relativ deutlich über den Kasten – dennoch eine gute Aktion, so blieb es beim leistungsgerechten Remis zur Pause in einer interessanten Bezirksliga-Begegnung.

Kurz nach dem Seitenwechsel – beide Teams zunächst unverändert – machten die Gäste aus Moosinning etwas Druck, ein sehenswerter Chipball geriet hinter die Kette der Siegsdorfer Abwehrreihe zu Georg Ball, der sofort direkt flach ab- aber auch knapp verzog (49.). Kurz darauf köpfte Johannes Volkmar völlig alleingelassen aus 8m drüber. Die Heimelf konnte sich in der Folgezeit wieder mehr Luft verschaffen und setzte nun auch offensiv wieder ein Ausrufezeichen. Manuel Schlesak wurde über die linke Seite steilgeschickt, sein Torabschluss aus 13m halblinks fand in Philipp Strunk seinen Meister (62.). So langsam mussten beide Teams dem hohen Tempo etwas Tribut zollen, folgerichtig gab es hüben wie drüben zahlreiche Spielerwechsel, worunter der Spielfluss etwas leiden musste, dennoch blieb es spannend.

Der TSV – weiterhin ebenbürtig mit den Gästen – versuchten in der Schlussphase aus einer kontrollierten Defensive heraus noch einmal Akzente nach vorne zu setzen, der Torschrei war auch auf Seiten der Hausherren bereits hörbar, ein Schlesak-Schuss landete schliesslich auch noch im Tornetz der Gäste, jedoch sah der souveräne Schiedsrichter Felix Otter ein Handspiel (78.). In der Schlussminute wurde es dann nochmal hektisch, zunächst hatte Moosinnings Adrian Joszt die Gästeführung auf dem Schlappen, fast freistehend scheiterte er jedoch am herausragenden Reflex von TSV-Schlussmann Fabian König, der sein Team im Spiel hielt und praktisch im Gegenzug beinahe das goldene Tor durch den eingewechselten Mateusz Galanek sah, der die Kugel aus 12m äußerst knapp am linken Torpfosten vorbeizirkelte.

Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 0:0 in einer spannenden, interessanten Partie mit sogar leichtem Chancenplus des Gastgebers, die mit erhobenen Hauptes einen verdienten Punkt gegen den Favoriten aus Moosinning mitnehmen konnten und letztlich auch physisch wie auch spielerisch auf Augenhöhe agierten.

A2: TSV SIEGSDORF 2 — TSV ÜBERSEE I 2 : 1

Lucky Punch beschert dem TSV Siegsdorf drei wichtige Punkte – Mayer Goldtorschütze in der Nachspielzeit

 

Mit der letzten Aktion des Spiels fuhr die Mayer-Elf am Samstag Nachmittag glückliche, aber nicht unverdiente drei Punkte und damit auch den ersten Saisonsieg ein. Bei hochsommerlichen Temperaturen begannen die Hausherren zunächst spielüberlegen, kamen in der Anfangsphase durch Maxi Beilhack per Kopfball (9.) und einem Flachschuss aus kurzer Distanz von Paul Glassl nach einer Ecke (18.) zu guten Torchancen, die Gäste beschränkten sich aufs Kontern, ein Fernschuss von Max Weissenbacher (20.) fand in TSV-Schlussmann Fabian Geiger seinen Meister.

Etwas überraschend ging der TSV Übersee dann in der 30.Minute in Führung, Marinus Stephan wurde per Diagonalpass in die Gasse steilgeschickt, allein vor Geiger schob er souverän aus 12m ins lange Eck zum 0:1 ein. Praktisch im Gegenzug gelang der Heimelf aber prompt der Ausgleich, Stefan Lapper, auf der linken Aussenbahn auf und davon, schob am herauseilenden Gästekeeper Schnurrer vorbei, die noch abgefälschte Kugel kullerte schliesslich ins leere Tor zum 1:1 (32.). Bis zur Halbzeitpause blieb es beim Remis in einer relativ schwachen A-Klassen-Partie. Der „müde Sommerkick“ wurde auch in der zweiten Halbzeit nicht recht viel besser, obwohl der TSV stets bemüht war zu agieren. Der starke Max Weissenbacher prüfte in der 63. und 74.Minute zweimal TSV-Keeper Geiger, der aber stets zur Stelle war. Kurz darauf war es Siegsdorfs Michael Freimoser, der aus dem Gewühl heraus das Leder aus halblinker Position knapp vorbeispitzelte. Auch die Gäste warteten noch einmal mit einer Torchance auf, Florian Hunglinger verzog seinen 25m-Schuss knapp am rechten Kreuzeck vorbei.

Die Nachspielzeit war schon angebrochen, die Gäste aus Übersee wähnten sich schon mit einem Punkt auf der Habenseite, da schlug der Gastgeber durch Maximilian Mayer mit einem Lucky Punch zu. Ein Lückenpass fand auf der linken Seite Mayer, der aus 11m an TW Schnurrer vorbei zum etwas glücklichen, aber vielumjubelten 2:1-Siegtreffer einschieben konnte und somit seinem Team nach der Auftaktniederlage in Bergen wichtige Punkte bescherte.

TSV SIEGSDORF STEIGT IN DIE BEZIRKSLIGA AUF

"Entscheiden war unser Zusammenhalt"

Es ist der bislang größte Erfolg in der Vereinsgeschichte des TSV Siegsdorf: Das Team von Cheftrainer Franz Huber ist in der mittlerweile abgebrochenen Corona-Saison Meister der Kreisliga 2 geworden und spielt damit künftig in der Bezirksliga.

Der TSV Siegsdorf hatte bis zum Abbruch 20 Spiele absolviert und dabei 42 Punkte gesammelt (13 Siege, drei Unentschieden, vier Niederlagen) und lag auch bei der Quotientenregelung vor der Konkurrenz (2,10). Quotienten-Zweiter in dieser Klasse ist die SG Tüßling/Teising (2,06), die in der Abbruch-Tabelle nur auf Platz vier rangiert.

»Entscheidend war unser Zusammenhalt«, hebt Hans Geiger, der Abteilungsleiter der TSV-Fußballer, hervor. Dabei gingen die Siegsdorfer keineswegs mit der Zielsetzung in die Saison, dass man auf Biegen und Brechen aufsteigen wollte. »In der Liga gibt es so viele spielstarke Mannschaften«, macht Geiger deutlich, »da ist das Aufsteigen durchaus schwer.« Das Ziel seiner Elf lautete aber durchaus: vorne mitspielen.

Und das auch aus gutem Grund: Mit Stefan Mauerkirchner, Josef Wittmann, Felix Maaßen und Mateusz Galanek konnte der TSV im Frühjahr 2019 gleich vier landesliga-erfahrene Akteure (sie kamen alle vom SB Chiemgau Traunstein) verpflichten. »Das war ein Geschenk für uns«, sagt Geiger. Mauerkirchner und Wittmann verstärkten zudem auch das Trainerteam um Huber – und es war die perfekte Mischung! Mauerkirchner kümmert sich seitdem unter anderem speziell um den taktischen Bereich, Wittmann übernahm das Stabilisationstraining und als Physiotherapeut behandelte er auch so manches Wehwehchen seiner Mitspieler.

Auch das Gerüst der Mannschaft aus alten und jungen Spielern passte hervorragend zusammen. »Wir haben auch die jungen Spieler, die von unserer Jugend aufgerückt sind, nicht vernachlässigt«, freut sich der Abteilungsleiter.

Dennoch mussten die Siegsdorfer auch eine Durststrecke hinnehmen – und die war ausgesprochen lang. Allerdings auch nur deshalb, weil dazwischen ausgerechnet die erste Corona-Unterbrechung der Saison klaffte: So verlor der TSV am 9. November 2019 mit 1:4 bei der SG Schönau und kassierte nach dem Re-Start noch zwei weitere Niederlagen gegen den FC Hammerau (1:3 am 19. September 2020) und beim SV Kay (1:3 am 26. September 2020) »Da ist es uns schon ein wenig anders geworden«, gesteht Geiger. Doch der TSV kam eindrucksvoll zurück und beendete die kleine Niederlagen-Serie mit einem 2:0-Sieg gegen den SV Mehring.

Und dann kam’s zum alles entscheidenden Spiel beim TSV Altenmarkt. Die Siegsdorfer wussten vor der Partie, dass sie mit einem Sieg in Altenmarkt im Falle eines Abbruchs bei der Quotientenregel vorne lagen. Schon bei einem Unentschieden hätte man der SG Tüßling/Teising den Vortritt lassen müssen. Was erschwerend hinzukam: Der TSV hatte zu diesem Zeitpunkt mit Personalproblemen zu kämpfen, Altenmarkt trat mit voller Kapelle an. »Wir haben uns vor dem Spiel zusammengesetzt und geredet«, erinnert sich Geiger. Gemeinsam habe man dann entschieden, in Altenmarkt zu spielen und dabei auch den jungen Aktiven eine Chance zu geben – und der Plan ging auf! Der TSV gewann mit 2:1 (Tore: Felix Maaßen und Philipp Erdmann), Tüßling verlor an diesem Spieltag übrigens in Waging mit 0:1. Was damals noch keiner ahnte: Es waren tatsächlich die letzten Pflichtspiele dieser Mammut-Saison 2019/2021, die letztlich dann eben doch abgebrochen werden musste.

Der TSV Siegsdorf ist jedenfalls ein würdiger Meister. Auch wenn Hans Geiger betont: »Natürlich wäre es uns lieber gewesen, wenn wir es bis zum Schluss auf dem Platz ausspielen hätten können.« Für ihn selber ist es übrigens der zweite Aufstieg in die Bezirksliga. Als aktiver Spieler schaffte der heute 63 Jahre alte Funktionär dieses Kunststück schon einmal mit dem TSV Fridolfing. »Es ist ein schönes Gefühl, diesen Erfolg jetzt auch als Abteilungsleiter feiern zu dürfen«, sagt der Spartenchef.

Vor der neuen Aufgabe in der Bezirksliga ist ihm nicht bange. Die Hausaufgaben hat die Abteilungsleitung jedenfalls längst gemacht. Das Trainerteam wird zusammenbleiben und auch der Kader wird sich nicht groß ändern. Bei der Zielsetzung lehnt sich Geiger allerdings nicht weit aus dem Fenster: »Wir wollen die Klasse halten«, sagt er.

Auch die 2. und die 3. Mannschaft wollen in der A- und C-Klasse weiter machen. Die Fußballer des TSV Siegsdorf sind also alles in allem gut durch die Corona-Krise gekommen. »Ich hoffe, dass das auch so bleibt«, sagt Hans Geiger, »und wir durch den Aufstieg vielleicht einen weiteren Aufschwung erfahren.« Sobald es die Corona-Regeln zulassen, wird es übrigens noch eine Aufstiegsfeier geben. »Die haben wir uns verdient.«

LOCKERUNGEN MIT HOHEN HÜRDEN: AB 10.MAI WIEDER MANNSCHAFTSTRAINING MIT KONTAKT MÖGLICH

Ein kleiner Lichtblick, aber nicht der große Wurf: Die Bayerische Staatsregierung hat in ihrer Kabinettssitzung an diesem Dienstag die nächsten Öffnungsschritte für die Bereiche Schule, Theater, Kino, Gastronomie und Sport in Aussicht gestellt: Die Neufassung der ab Montag, 10. Mai 2021 gültigen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht auch Lockerungen für den Amateurfußball vor. „Trotz der klaren Aussagen aller Experten, dass Sport unter freiem Himmel kein erhöhtes Infektionsrisiko darstellt, bleiben die Hürden für die bayerischen Amateurfußballer weiterhin sehr hoch, die Umsetzung ist mit erheblichem Aufwand verbunden“, sagt Jürgen Faltenbacher, Schatzmeister des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV).

Demnach ist ab Montag, 10. Mai 2021, in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 wieder Mannschaftstraining im Freien, mit Körperkontakt und ohne Gruppenbeschränkung möglich, sofern alle teilnehmenden Personen zweifach geimpft bzw. genesen sind oder einen tagesaktuellen negativen PCR-Tests, POC-Antigentests oder Selbsttests in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorweisen können. Liegt die 7-Tages-Inzidenz stabil unter 50 ist Mannschaftstraining mit Kontakt auch ohne Impfung bzw. negativen Test erlaubt. Voraussetzung ist jedoch eine Einzelfallentscheidung vor Ort: Eine Freigabe durch die zuständige Kreisverwaltungsbehörde, die auch die erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen festlegt, ist Grundvoraussetzung für die Umsetzungen der Lockerungen. Angekündigt wurde zudem, dass das Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration zeitnah ein neues Rahmenhygienekonzept für den Bereich des Sports vorlegt. „Nur das wird detailliert aufzeigen, was die jetzt beschlossenen Regelungen in der Praxis bedeuten“, betont Faltenbacher: „Zur Stunde können wir zur genauen Umsetzung keine Auskünfte geben.“

„Wir haben zur Kenntnis genommen, dass das Kabinett unserer eindringlichen Bitte nach weiteren Lockerungen für den Amateurfußball gefolgt ist, allerdings ist das nicht mehr als ein Lichtblick“, sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: „Leider sind die in Aussicht gestellten Öffnungen aber einmal mehr mit sehr hohen Hürden für unsere Vereine verbunden. Ich denke hier insbesondere an die Testpflicht. Quasi alle Experten bestätigen unisono, dass Sport im Freien auch mit Körperkontakt kein erhöhtes Infektionsrisiko darstellt und zudem für die Gesundheit eminent wichtig ist. Außerdem haben unsere Vereine bereits im vergangenen Herbst eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie die etablierten Hygienekonzepte penibel umsetzen, verantwortungsvoll mit den gewährten Freiheiten umgehen und sich als Teil der Lösung verstehen.“

Diese Regelungen bedürfen auch weiterhin keiner Genehmigung

Unabhängig von einer Freigabe durch die jeweils zuständigen Kreisverwaltungsbehörden ist gemäß der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tages-Inzidenz über 100 liegt, weiterhin kontaktfreier Sport im Freien mit den Angehörigen des eigenen Hausstands oder einer haushaltsfremden Person (Kinder unter 14 nicht mitgerechnet) ohne Genehmigung erlaubt, die Ausübung von Mannschaftssport ist untersagt. Zudem ist kontaktloser Sport im Freien für Kinder unter 14 Jahren in Gruppen von bis zu fünf Personen gestattet. Etwaige Anleitungspersonen, also Trainer*innen/Betreuer*innen, müssen auf Anforderung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde ein negatives Ergebnis eines innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung vorgenommenen PCR-Tests, POC-Antigentests oder Selbsttests in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen. Vollständig geimpfte Personen werden negativ getesteten Personen gleichgestellt. Kinder müssen nicht getestet sein.

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, ist kontaktfreier Sport im Freien mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands – insgesamt aber max. fünf Personen (Kinder unter 14 nicht mitgerechnet) – sowie zusätzlich unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt.

Liegt die 7-Tage-Inzidenz unter 50 ist kontaktfreier Sport im Freien in Gruppen bis zu 10 Personen oder unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt.